WhatsApp
(Mo–Fr 9:00–16:00)

Anleitung zur Herstellung eines Siegels

Siegel wurden bereits im frühen Mittelalter zur Beglaubigung von Schriftstücken verwendet. Anfangs kamen sie vor allem in königlichen und kirchlichen Kanzleien zum Einsatz, später begannen jedoch auch Adel und Bürgertum, Siegel zu nutzen.

Unter einem Siegel verstehen wir den Abdruck eines gravierten Metallstempels in Wachs. An Urkunden und Schriftstücken wurden Siegel entweder an einem Pergamentstreifen oder an einem Bündel ein- oder mehrfarbiger Fäden befestigt. Später wurden die Siegel direkt auf das Schriftstück gedrückt. Auf dem Siegel selbst unterscheiden wir zwischen der Legende und dem Siegelbild. Die Legende findet sich als Umschrift am Rand des Siegels, während das Siegelbild in der Regel in der Mitte – in einem abgegrenzten Siegelfeld – platziert ist.

Für die Herstellung eines Siegels benötigst du also das entsprechende Schriftstück, eine Wärmequelle, ein Siegelstempel und Siegellack. Zum Erhitzen des Siegellacks eignet sich ein Spiritusbrenner am besten – seine Flamme rußt den Lack nicht ein. Du kannst aber auch eine einfache Kerze verwenden. Beim Erhitzen musst du den Lack ständig drehen, um ein Abtropfen zu verhindern. Lass den Lack nicht unnötig brennen! Falls doch einmal etwas daneben geht, keine Sorge – nach dem Trocknen lässt es sich leicht entfernen (anfangs passiert das öfter, daher empfehle ich eine feuerfeste, glatte Unterlage).

Während des Erhitzens musst du den Moment abpassen, in dem der Lack geschmeidig genug ist (das erfordert etwas Übung). Drücke ihn dann auf das Papier und ziehe ihn langsam nach oben, damit sich der geschmolzene Lack vom Rest der Stange löst. Wiederhole diesen Vorgang so oft, bis der Wachsklecks mindestens die Breite deines Siegelstempels erreicht hat. In der Regel sind das zwei bis drei Wiederholungen. Du musst dich nicht beeilen, da der Lack lange weich bleibt.

Damit das Siegel gut aussieht, muss der Siegelstempel sauber, trocken und kalt sein. Du kannst den Stempel mit einem Tropfen Speiseöl bestreichen (damit er nicht am Wachs kleben bleibt). Warte nach dem Aufdrücken des Stempels einige Sekunden, damit der Abdruck fein und detailliert wird. Falls dir während der Arbeit Wachsspritzer auf das Schriftstück gelangen, warte lieber, bis der Lack getrocknet ist, bevor du sie entfernst.

Zum Schluss noch ein kleiner Tipp: Wachsflecken lassen sich aus verschmutzten Textilien leicht entfernen, indem man sie durch ein Löschpapier bügelt…

Ooops, du scheinst offline zu sein. Die Seite ist jetzt im Offline-Modus.
Kategorien
Welten
Buchreihen
Blog
Berater
Buchautoren
Spielefamilien
Kollektionen
Charaktere
Hersteller
Kalender
Wir haben die Produkte nicht gefunden, aber das könnte dich interessieren: