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Liebe – kosmisch, magisch und tragisch

Liebe hat viele Gesichter. Unsere Valentinstags-Philosophie über Liebe in Filmen, Spielen und Serien und darüber, was wir eigentlich für unser Leben daraus mitnehmen sollten

Liebe – kosmisch, magisch und tragisch

Liebe. Eine seltsame chemische Reaktion im Gehirn. Eine unsichtbare Kraft, die einen dazu zwingt, Gedichte zu schreiben. Ein Zustand, bei dem es im Bauch anfängt zu kribbeln. Ein Zustand, in dem die meisten von uns garantiert den Verstand verlieren. Sie ist der Motor der Geschichte und gewöhnlicher menschlicher Schicksale. Sie macht unser Leben gleichzeitig erträglicher und deutlich komplizierter. Zum Valentinstag ist die Luft voller hinterhältiger Amoretten. Der Frühling steht vor der Tür, die Waden fangen an, sich unangenehm aufzuheizen. Schauen wir uns gemeinsam einige Fälle an, wie diese den gesunden Menschenverstand zerstörende Seuche aussehen kann.

Komplizierte Liebe

Generell gilt: Pass auf, was du dir wünschst. Einen Dschinn zu benutzen, um eine wilde Zauberin zu zähmen und sich zu wünschen, sie sei dein Schicksal, mag auf den ersten Blick wie eine gute Idee erscheinen. Es mag zwar eine angenehme Zeit voller romantischer Worte im Mondschein und Herumtollen auf Einhörnern folgen, aber eine Garantie für eine gute und feste Beziehung ist das sicher nicht.

Liebe – kosmisch, magisch und tragisch

The Witcher Geralt könnte davon erzählen, wenn man mehr als nur ein Brummen aus ihm herausbekäme. Er ist ein erfahrener Jäger, der vor keinem Monster zurückschreckt. Doch selbst das hat ihn nicht davor bewahrt, sich an Yennefer von Vengerberg wiederholt die Zähne auszubeißen. Der Arme musste dann mit allem schlafen, was ihm über den Weg lief… Möge jeder daraus seine Lehre ziehen. Keine Beziehung, die nur auf dem Wunsch einer Seite basiert, kann funktionieren.

Schicksalhafte Liebe

Eine schöne Prinzessin und ihr Stallbursche. Eine klassische Märchengeschichte oder die Story eines wirklich schlechten Pornos. Luke Skywalker, ein einfacher ehemaliger Sklave, infiziert mit Midi-Chlorianern, hatte ein Auge auf eine solche hübsche Prinzessin im goldenen Bikini geworfen. Leider wurde sein romantischer Plan durch die einfache Tatsache durchkreuzt, dass die Prinzessin seine Schwester ist. Leia war zum Glück von seinen ungeschickten Versuchen mit dem Lichtschwert nicht beeindruckt und verliebte sich in Han Solo, den klassischen Archetyp des Schurken mit dem entwaffnenden Lächeln. So begann eine Liebe, die die ganze weit, weit entfernte Galaxis beeinflusste. Der Glanz wird ihr leider durch den ungezogenen Sohn genommen, der ihr Ende bedeutete. Dennoch scheint es für die beiden funktioniert zu haben, auch wenn Han viel mehr Zeit mit seinem haarigen Freund verbrachte als in der Gemütlichkeit des heimischen Kamins…

Liebe – kosmisch, magisch und tragisch

Unerwiderte Liebe

Vielleicht kennst du das auch. Du verliebst dich, erwartest die Liebe fürs Leben und am Ende steht nur eine kurze Romanze, gefolgt von einer Trennung und dem Vorsatz, ihr Herz trotzdem zurückzugewinnen. Sicher, David „Cinzano Bianco“ Lister hat eine etwas kompliziertere Situation, da er allem Anschein nach der letzte lebende Mensch drei Millionen Jahre weit weg im Kosmos ist und ihm irgendein kahler Kopf vom Bildschirm einredet: „Alle sind tot, Dave!“.

Liebe – kosmisch, magisch und tragisch

Nichtsdestotrotz, wenn du die richtige und zu allem fähige Crew um dich hast, ist nichts unmöglich! Lister hat Rimmer, Kryten, Cat und einen Computer mit einem IQ von 6000 (plus minus 6000) zur Hand. Diese Gruppe von Profis lässt sich doch nicht von einer Kleinigkeit aufhalten, wie dass Kristina Kochanski tot ist oder vielleicht in einer anderen Dimension lebt. Und gerade weil Lister Rimmer, Kryten, Cat und einen Computer mit einem IQ von 6000 (was genauso viel ist wie 6000 Sportlehrer zusammen) zur Hand hat, erreicht er nur, dass Kochanski ihm wiederholt einen Korb gibt. In diesem Fall ist Liebe so passé wie Hüte…

Verbotene Liebe

Der junge Joffrey Baratheon hatte es nie leicht. Obwohl er der Thronfolger ist, ist er bei den Leuten nicht beliebt. Vielleicht liegt es daran, dass er kein besonders sympathischer Junge ist und zu Sadismus und dem Quälen kleiner Kätzchen neigt. Auch deshalb war sein vorzeitiger Tod einer der fröhlichsten Momente der gesamten Game of Thrones.

Liebe – kosmisch, magisch und tragisch

Aber wie hätte aus ihm ein guter Mensch werden sollen, wenn er in seinen familiären Beziehungen so ein Chaos hatte? Die Liebe seiner Mutter Cersei und von Jaime Lannister verursachte so viele Probleme, dass wir es Joffrey kaum vorwerfen können. Stell dir eine klassische Familienfeier vor. Seine Mutter, die gleichzeitig seine Tante ist, feiert gerade Geburtstag zusammen mit ihrem Zwilling, Onkel und Vater. Was soll er ihnen auf die Glückwunschkarte schreiben, damit es nicht komisch aussieht? Besonders wenn noch zwei weitere Geschwister, ein Cousin und eine Cousine herumsitzen! Am Ende ist es wohl wirklich einfacher, alle um sich herum hinrichten zu lassen, als es ständig erklären zu müssen.

Liebes-Vieleck

Das passiert nicht jeden Tag. Manche trifft es einmal, vielleicht zweimal. Eine Liebe so groß und brennend, dass man davon verrückt wird, abnimmt, einem die Zähne ausfallen und man gezwungen ist, in einer dunklen Höhle zu wohnen und Orks zu jagen. Das passierte dem armen Smeagol, der eines schönen Tages seinen Schatz traf. Der Eine Ring. Als es so aussah, als würde er diese selbstzerstörerische Beziehung ewig genießen, kam ein schmutziger Hobbit und stahl ihm die Liebe auf schändliche Weise. Beutlin! Dieb!

Liebe – kosmisch, magisch und tragisch

Als wäre das nicht genug, gab der Hobbit den Ring dann an seinen Neffen weiter, und der versuchte, ihn jedem aufzudrängen, der gerade vorbeilief. Bei so vielen Leuten lässt sich eine normale Beziehung auf Leben und Tod nicht aufrechterhalten. Wundern wir uns also nicht, dass der arme Gollum darüber den Verstand verlor und anfing, einen Plan für ein effektvolles Ende seines elenden Lebens durch einen Sprung in die Lava zu schmieden. Liebe kann einem ganz schön den Kopf verdrehen…

Autor Karel Krajča

Karel Krajča

Karel Krajča

Šéfredaktor, content creator a organizátor festivalu Fantastická Ostrava. Fanoušek fantastiky, videoher, deskových her a popkultury obecně. Příležitostný milovník malování figurek a craftení všeho druhu. Hudební závislák a amatérský znalec fyziky a matematiky.

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