Menschen bei imago: Denisa Kyliánová
Für unser nächstes Interview haben wir Denča eingeladen, die unsere Lederprodukte entwirft und herstellt. Wie gefällt es ihr bei uns und was macht ihr außerhalb der Arbeit bei imago Freude?
Heute möchten wir dir das erste Mitglied aus unserem großen Familienclan vorstellen, der sich in unseren Reihen niedergelassen hat. Das ist Denča (auf dem Foto rechts), eine großartige Verstärkung für unsere Werkstatt. Dort entstehen neben Kleidern, Umhängen oder Hemden auch fantastische Lederwaren. Und für genau diese ist sie mitverantwortlich.
Wie bist du zu uns gekommen?
Meine Schwester hat bereits bei imago gearbeitet, und da wir Zwillinge sind, ist es wohl unser Schicksal, zusammenzuarbeiten. Der Zufall wollte es, dass dies bereits der dritte Job ist, den wir gemeinsam machen. Meine Schwester fängt immer zuerst an, lebt sich ein, und ich komme dann hinterher. 🙂 Und das, obwohl ich 40 Kilometer von der Arbeit entfernt wohne! Unsere Nabelschnur lässt sich nicht so einfach durchtrennen.

Wofür bist du bei imago zuständig?
Ich habe im Versand angefangen. Nach zwei Jahren bin ich in die Nähwerkstatt gewechselt, wo ich als Zuschneiderin tätig war. Später habe ich mich in den Duft von Leder verliebt. Zwei Jahre lang habe ich gelernt, Leder zu verarbeiten und daraus Taschen, Beutel, Köcher und Ähnliches herzustellen. Neben der Produktion von Lederwaren kümmere ich mich auch um die Materialbeschaffung.

Was macht dir an deiner Arbeit am meisten Spaß?
Am meisten Spaß macht es mir, neue Produkte zu entwerfen. Ich verbessere mich gerne und nehme neue Herausforderungen an.
Auf welche Produkte können wir uns freuen?
Wir planen die Herstellung von Elfenkostümen. Nach der Weihnachtssaison beginnen wir mit der Arbeit an einer Tasche, einer Waffenaufhängung und einem Pfeilköcher im Elfen-Stil.
In der Werkstatt entsteht gerade ein Entwurf für eine Lederhülle für einen W20-Würfel, die der Kunde selbst zusammennähen kann. Wie schwer war es, den Entwurf zu erstellen und alle Teile des Würfels zusammenzunähen?
Ich persönlich hatte die größten Probleme damit, die Zahlen des zwanzigseitigen Würfels so zu platzieren, dass sie korrekt sind. Außerdem hatte ich nicht geahnt, dass das Zusammennähen des Würfels und die Herstellung eine ganze Acht-Stunden-Schicht in Anspruch nehmen würden. Eine verständliche Anleitung für den Kunden zu erstellen und zu formulieren, war eine harte Nuss, an der mehrere Leute gearbeitet haben. Aber es ist ein interessantes Artefakt, das Interessierten die Möglichkeit gibt, ein wenig in die Lederarbeit hineinzuschnuppern.

Welche Technik der Lederbearbeitung magst du am liebsten?
Am liebsten verziere ich Leder. Ich habe zwei Kurse besucht, in denen ich die Lederprägung gelernt habe. Ich wage zu behaupten, dass ich das schon ziemlich gut beherrsche. Jetzt fange ich an, mich in der Airbrush-Technik zu verbessern.
In deinem Job ist Geduld sicher wichtig. Hast du sie? Kann man sie lernen?
Ich habe viel Geduld. Man kann sie lernen, wenn man es wirklich will.
Was machst du, wenn du gerade nicht arbeitest?
In früheren Interviews haben Kollegen geschrieben, wie viele Spiele sie schon gespielt haben. Ich war in meinem Leben nur von zwei begeistert. Während der Elternzeit haben wir den Kindern die erste Playstation gekauft. Es gab dort ein Harry Potter-Spiel, bei dem man auf einem Besen durch Ringe fliegen musste. Ich war verrückt danach, auch wenn es ziemlich knifflig war. In unserer Familie wird außerdem schon in der zweiten Generation Tarock gespielt, ein Kartenspiel, das dem Mariáš ähnelt.

Am liebsten kümmere ich mich aber um unseren Hof. Wir halten Pferde, Enten und Hunde. Bei ihnen kann ich entspannen, auch wenn ich zwischen Mist und Gartenarbeit hin und her renne. Zwischendurch spiele ich ab und zu Cello, womit ich mich seit fünf Jahren beschäftige.
Was sind deine Pläne für die Zukunft?
Für die Zukunft möchte ich vor allem meine Hände gesund halten. Die Arbeit mit Leder ist ziemlich anstrengend. Ich möchte mich weiterhin vor allem auf neue Techniken der Lederverzierung konzentrieren. Und darauf könnt ihr euch auch freuen. 🙂
Autor Karel Krajča
Karel Krajča
Šéfredaktor, content creator a organizátor festivalu Fantastická Ostrava. Fanoušek fantastiky, videoher, deskových her a popkultury obecně. Příležitostný milovník malování figurek a craftení všeho druhu. Hudební závislák a amatérský znalec fyziky a matematiky.
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